Blue Iris

Eine Videomanagement Software zum verwalten von IP-Kameras.

Warum eine VMS sinnvoll ist und warum ich mich für Blue Iris entschieden habe, habe ich in diesem Artikel erläutert: Video Management Software im Vergleich.

Da Blue Iris momentan nur unter Windows läuft, habe ich eine Windows Server 2016 Datacenter VM in Unraid erstellt. Ich bin kein Fan von Windows allgemein aber besonders nicht von Windows 8 und 10 wegen den privatsphäre- und datenschutzbedenklichen Gegebenheiten, automatischen Updates mit Reboots usw… Ich habe mich für Windows Server 2016 (basiert auf win10) entschieden, da ich aktuelle Sicherheitsupdates und eine gute Performance haben möchte. Im Vergleich zum normalen Windows 10 ist es nicht so zugemüllt mit Apps und die Privatsphäreeinstellungen kann man ausführlicher deaktivieren, da es für die Nutzung in Rechenzentren gedacht ist. Natürlich gibt es jede Menge zusätzlich Features für Server, die aber für meine Nutzung nicht relevant sind. Zudem habe ich in Unraid das Array und die VM auf Autosstart und in Windows die automatische Benutzeranmeldung über netplwiz/Benutzerkonten aktiviert und Blue Iris im Autostart um nach einem Serverneustart automatisch wieder einsatzbereit zu sein.

Das Standard Webinterface von Blue Iris habe ich gegen das ui2 getauscht, welches deutlich schicker aussieht und um einiges funktionaler ist.

Um das UI2 zu installieren genügt es den Zip-Container herunterzuladen, zu entpacken und in das „www“ Verzeichnis von Blue Iris einzufügen. Die Url zu dem Webinterface ändert sich zu: xxx.xxx.xxx.xxx:xxxx/ui2.htm

Update 20.4.2018: Mittlerweile ist das UI3 Webinterface erschienen, welches ab Blue Iris Version 4.7.3 standardmäßig integriert ist.

Blue Iris Profile:

Profil 1 – Anwesend:

Wenn mindestens eine Person Zuhause ist (Anwesenheitssteuerung über Home Assistant) werden keine Push Notification bei Bewegung außerhalb des Hauses geschickt.

Profil 2- Abwesend:

Wenn keine Person Zuhause ist, wird bei Bewegung eine Push Notification mit aktuellem Bild geschickt (dafür ist eine HTTPS Konfiguration über stunnel erforderlich). Über diese lässt sich innerhalb weniger Sekunden die App starten und der aufgezeichnete Alarm oder Livestream öffnen.

Integration in Home Assistant:

Auf dem Apple TV ist die Blue Iris App noch nicht verfügbar, deswegen benutze ich für die Live Ansicht Cam TV. Wenn man mehr als 2 Streams einbinden möchte kostet sie einmalig 5,50€ durch einen In-App-Kauf. Eine kostenlose unübersichtlichere und langsamere Variante ist Easy CCTV.

Bei beiden Profilen wird durchgängig auf eine 4 TB WD Purple (die speziell für das Aufzeichnen und Wiedergeben paralleler Streams entwickelt wurde) aufgenommen. Diese wird ähnlich wie bei einem RAID durch eine Parity Drive gesichert (ebenfalls eine 4TB WD Purple) mithilfe von Unraid. Damit wird gegen Datenverlust bei einem Festplattenausfall vorgebeugt.

Die durchgängige Aufnahme überschreibt sich selbst. So kann man effektiv über einen halben Monat einsehen. Falls ein Bewegungsmelder (Fibaro Motion Sensor) nicht reagiert hat durch Störungen des Funknetzes oder anderweitig umgangen wurde und somit Blue Iris nicht aufzeichnet, gibt es trotzdem eine Aufnahme. Zudem ist die Watchdog Funktion bei beiden Profilen aktiviert, ist ein Kamera nicht erreichbar, wird eine Push Benachrichtigung geschickt.

Bei der Server Hardware hab ich mich für ein relativ leistungsarmes und stromsparendes Setup entschieden, da nur Home Assistant, Homebridge, DuckDns und Blue Iris auf dem Server laufen sollen und die Stromkosten für ein 24/7 Server so minimal wie möglich sein sollen. Als Prozessor hab ich den i3-7100 (2x3.90GHz) genommen, da er Vd-t unterstützt und ausreichend Leistung bieten, ein generisches Kaby Lake Motherboard von Gigabyte und 8GB RAM. Als Festplatten die beiden erwähnten 4TB WD Purples.

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